Open Source Jahrbuch
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25-November-2005

Neue Macht im Kampf um Patente

Wie heise.de und golem.de vor einiger Zeit berichteten, gibt es nicht nur strategische Änderungen im Krieg des Urheberrechts, vielmehr flankiert nun eine neue Allianz die Linux- und Open Source Gemeinde. Das Open Inventions Network, welches sich aus den Branchenriesen IBM, Novell, Philips, Sony und Red Hat konstituiert, hat seine Stellungen bezogen, um den Vorstößen der Gegner auf juristischer Ebene bei Patentklagen gegen das Betriebssytem Linux Paroli bieten zu können.
Ein m.E. nach, taktisch und strategisch genialer Zug - kurzfristig werden durch die kostenlose Weitergabe von Lizenzen neue Bündnisse ins Leben gerufen und langfristig wäre es durch den gezielten Kauf von Patenten möglich die Defensivlinie zu stärken, denn einerseitis kann jeder von den zu den Patenten gehörenden Lizenzen profitieren -sofern er denn versichert die eigenen Patente nicht gegen die Allianz, repektive Linux einzusetzen- und anderseits erwirbt man gleichzeitig mit dem Kauf der Patente die Chance bei Klagen Dritter, durch die juristische Instrumentalisierung dieser erworbenen Patente jene zu einem Vergleich, bzw. Crosslicensing bewegen zu können und somit den potenziell hohen wirtschaftlichen Schaden zu mildern, bzw. komplett zu minimieren!


Eingetragen von Maik Engelhardt um 23:18 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
09-February-2006

Gründung der "Open Source Geospatial Foundation"

geoportal.de berichtet, daß vergangenge Woche die "Open Source Geospatial Foundation" gegründet wurde:

"Die zentralen Aufgaben der OSGeo liegen in der Förderung der Kooperation zwischen den einzelnen Projekten, der Schaffung einer rechtlichen Vertretung für Entwickler und Anwender, der Bereitstellung gemeinsam genutzter Infrastruktur sowie, nicht zuletzt, im Aufbau einer professionellen Vertretung der Open Source Bewegung."


Die Website der OSGeo ist allerdings noch nicht erreichbar.

Spätestens seit Google Earth online ist, wird die Bedeutung von Geoinformationsystemen (GIS) auch einer breiteren Öffentlichkeit nahe gebracht.

Ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Überwindung der digitalen Spaltung zwischen Offline-Welt und Online-Welt ist das Semapedia-Prodjekt (engl.), das physische Gegenstände mit Wikipedia-Einträgen verlinken soll. Noch allerdings nur auf Englisch.


Eingetragen von Robert A. Gehring um 14:06 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
09-March-2006

Open-Source-Marketing

Zum aktuellen Jahrbuch haben Klaus-Peter Wiedmann und Sascha Langner den Artikel Open-Source-Marketing - Ein schlafender Riese erwacht beigesteuert.

Wer sich für das Thema interessiert, sollte nicht nur den Artikel lesen, sondern vielleicht auch mal bei KnowThis.com den Beitrag von Paul Christ, Can Open Development Work for Marketing Activities?, in Augenschein nehmen.


Eingetragen von Robert A. Gehring um 16:43 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
17-March-2006

Lehrmaterialien unter Creative Commons

Die britische Fernuniversität Open University wird ihre Lehrmaterialien unter eine Creative-Commons-Lizenz stellen und frei im Internet verfügbar machen [via Netzpolitik und OCI Pressemeldung].


Eingetragen von Wolfram Riedel um 23:56 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
05-April-2006

Rechtliche Rahmenbedingungen von Open-Access-Publikationen

So lautet der Titel eines neuen Leitfadens des Mediaconomy-Projekts der Universität Göttingen. Open Access - das ist, salopp gesagt, Open Content für wissenschaftliche Publikationen. Also freier Zugang zu Forschungsmaterialien. Das Open Source Jahrbuch 2006 bietet ein ganzes Kapitel zu dem Thema.

Welche rechtlichen Bedingungen zu beachten sind, um unter Open Access zu publizieren, und welche eventuellen Hürden man beim Aufbau und Betrieb institutioneller Server überwinden muss, das klärt der Leitfaden. Er steht als PDF (3 MB) unter einer Creative-Commons-Lizenz (BY-NC-ND) zur Verfügung und kann als 260-seitiges Buch bestellt werden. Letzteres habe ich getan - ich lese lieber auf konventionelle Art.

Mehr Informationen zu dem Buch bei heise, netzpolitik.org oder auf der Seite des Forschungsprojekts unter Prof. Gerald Spindler.


Eingetragen von Matthias Liebig um 03:42 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
22-April-2006

Wie Open Innovation unsere Welt revolutioniert

Gerade erschienen in der Telepolis-Reihe (Heise) ist das Buch "Die wunderbare Wissensvermehrung". Mitherausgeber ist Journalist und Open-Source-Jahrbuch-Autor Stefan Krempl. Enthalten sind u.a. Beiträge von Barbara van Schewick, Wolfgang Coy, Rainer Kuhlen, den Open-Source-Jahrbuch-Autorinnen Margit Osterloh und Sandra Roth, Elmar Geese sowie den Open-Source-Jahrbuch-Autoren Patrick Danowski und Jakob Voss.

«Dieses Buch ist ein Plädoyer für die Innovationsfreiheit. Die Beiträge beleuchten, welche kreativen und innovativen Kräfte dem "Geist" des Internet bisher entsprungen sind. Die entstandene Public Domain des Wissens gilt es auszubauen und allen Menschen zugänglich zu machen.
Ideen für das Buch lieferte die Konferenz "Open Innovation – Auf der Suche nach neuen Leitbildern", welche die Heinrich-Böll-Stiftung mit TU und HU Berlin 2004 in Berlin veranstaltete» [via Lehmanns Weblog].

Um "Open Innovation" dreht sich auch ein ganzes Kapitel im Open Source Jahrbuch 2005.


Eingetragen von Wolfram Riedel um 12:28 | Kommentare (1) | Trackbacks (0)
09-May-2006

Peer Review von Patenten

Das US-Patent- und Markenamt startet demnächst das Peer to Patent Project. Mithilfe des Viele-Augen-Prinzips sollen Patente einer gründlicheren Prüfung unterzogen werden als bisher. Die Erteilung von zweifelhaften Patenten könnte durch bessere Information der offiziellen Patentprüfer eingedämmt werden [via Golem].

Das Viele-Augen-Prinzip ist aus der Entwicklung von Open-Source-Software bekannt, bei der es dafür sorgt, dass Fehler schneller gefunden und behoben werden können. "Given enough eyeballs, all bugs are shallow" heißt der berühmte und nicht ganz unumstrittene Satz bei Raymond: Ein Gelingen setzt nämlich voraus, dass sich die "richtigen Augen" in ausreichender Zahl beteiligen. Deshalb ist das neue Projekt auch keine "Patentlösung", aber sehr wohl ein Schritt in die richtige Richtung.


Eingetragen von Wolfram Riedel um 20:32 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
28-July-2006

Open Source Science gegen vernachlässigte Krankheiten

Da sich viele Länder der dritten Welt keine teuren patentgeschützten Medikamente der Pharmaindustrie leisten können, werden letztere meistens gar nicht erst entwickelt. In der Folge gibt es gegen viele z.B. tropische Krankheiten wie die Malaria noch gar keine oder nur eine unzureichende Medikamentierung.
Unter thesynapticleap.org entsteht deshalb eine zentrale Anlaufstelle für "Open Source Biomedical Research", die nach ganz ähnlichen Methoden arbeiten soll wie bei offen entwickelter Software: Experimente werden gemeinsam geplant, die Ergebnisse offengelegt, gemeinsam diskutiert und — ganz wichtig — nicht patentiert [ via Linux and Open Source Blog]. Siehe dazu auch das Kapitel "Open Innovations" aus dem Open Source Jahrbuch 2005.


Eingetragen von Wolfram Riedel um 11:40 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
31-August-2006

Open Source Aktivist Marc Canter in Berlin und München

Marc Canter, ein Urgestein des Internets und des Silicon Valley, wird am 25.09. den Münchener Webmontag besuchen. Am 26.09. wird Marc dann in Berlin sein. Marc ist einer der Mitbegründer von Macromedia, eine Schlüsselfigur bei der Entwicklung von Multimediatools für den Computer, einer der Initiatoren des StructuredBlogging Projekts sowie ein großer Unterstützer der Microformats.

Ein Schwerpunkt der Arbeit seiner Firma Broadband Mechanics besteht aus der Beratung internationaler Unternehmen beim Aufbau von Social Networking Plattformen basieren auf Open Source und Open Standards.

Jeder, der diesen Visionär des Internets einmal live erleben möchte, ist beim Webmontag in München mehr als willkommen. Alle Interessenten sollten sich für den Webmontag München im Wiki eintragen. Auch in Berlin wird es ein Communitytreffen mit Marc geben, das in Kürze bekanntgegeben wird. 


Eingetragen von um 12:56 | Kommentare (0) | Trackbacks (0)
25-October-2006

Freie Kartoffeln

CAMBIA ist ein unabhängiges Non-Profit-Institut, das sich biologische Innovation für eine offene Gesellschaft und den Geist der freien Zusammenarbeit auf die Fahnen geschrieben hat. Das australische Institut beschäftigt sich z.B. mit Versorgungssicherheit bei Lebensmitteln, Agrarproduktivität, der Gesundheit von Mensch und Tier sowie dem nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen. Die Forschungsergebnisse sollen vor allem benachteiligten Bevölkerungsgruppen zu Gute kommen.
Eines der Ziele: "Pflanzen wie Linda ähnlich frei verfügbar zu machen wie zum Beispiel die freie Software Linux." Der beliebten Kartoffelsorte war jedoch zum Ablauf des Sortenschutzes die Zulassung entzogen worden [via Netzpolitik].


Eingetragen von Wolfram Riedel um 12:04 | Kommentare (0) | Trackbacks (501)
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