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Die ökonomischen Dimensionen von Open Source

von Matthias Bärwolff (03. Mar 2007)

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Literatureintrag

Die wirtschaftliche Bedeutung von Open Source ist heute weitestgehend unzweifelhaft. Ängste und Vorurteile weichen stetig nüchternen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. So ist immer mehr Unternehmensberatungen und Marktforschungsinstituten bewusst, dass wir einen strukturellen Wandel in der Softwareindustrie erleben, der die Strategiehorizonte praktisch aller Firmen, nicht nur die der Softwareindustrie, berührt. Dabei geht es nicht nur um Software, sondern nicht zuletzt auch um die Lehren aus der Open-Source-Bewegung. Immer mehr Firmen wird klar, dass Kunden mehr als nur passive Konsumenten sind, dass sie nämlich eine aktive Rolle bei der Schöpfung von Innovationen spielen können. Immer mehr Firmen wird auch klar, dass mit starren Return-on-Investment-Formeln aus dem Industriezeitalter heute keine nachhaltige Differenzierung im Wettbewerb erreicht werden kann und dass Transparenz, Beteiligung und die gezielte Aufgabe von exklusiver Kontrolle über Eigentum sich positiv auf langfristige Kundenbeziehungen auswirken können. Open Source zeigt, wo die wirtschaftlichen Potenziale in Bereichen liegen, die durch Industriestandards geprägt sind und in denen eine Differenzierung über Produktattribute praktisch unmöglich ist. Immer mehr Firmen verabschieden sich von einem streng proprietären Geschäftsmodell und spezialisieren sich zunehmend auf Beratung und Software-Anpassung im Bereich Open Source, selbst wenn sie die maßgebliche Kraft hinter einer Software sind, wie etwa MySQL AB mit der MySQL-Datenbank oder die Zope Corporation mit dem Content Management Framework (CMF) Zope. [...]



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